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Was Sie schon immer wissen wollten ....

 

Ein Pflegefall: Was nun?

Ein Pflegefall zu werden, ist für Betroffene und ihre Familien ein großer Einschnitt. Es gibt viele Fragen. viel zu klären und zu entscheiden. Und deshalb möchten wir Ihnen auf den folgenden Seiten einige erste Antworten geben.

Welche Heimformen gibt es?
Stationäre Einrichtungen der Altenhilfe werden traditionell in folgende Heimarten eingeteilt: Altenwohnheim, Altenheim und Pflegeheim. In jüngerer Zeit hinzugekommen sind Angebote des so genannten "Betreuten Wohnens".

Auch im dritten Lebensabschnitt ist es von größter Bedeutung, sich gut aufgehoben zu fühlen. Deshalb ist ein Pflegeheim eine Einrichtung, in der pflegebedürftige Menschen dauerhaft wohnen und rund um die Uhr gepflegt und versorgt werden. Aber das ist noch mehr: Im Idealfall sind sie umgeben von Menschen. mit denen sie sich verstehen. Das alles in der Gewissheit, bei nachlassenden eigenen Kräften von anderen unterstützt zu werden.

Was muss ich bei der Auswahl einer Einrichtung beachten?

Folgende Fragen treten bei der sorgfältigen Auswahl eines Pflegeheimes immer wieder auf:

  • Wie kann man Vorsorge für den Pflegefall treffen?
  • Wann ist häusliche Versorgung nicht mehr tragbar?
  • Wie wird der Heimplatz finanziert?
  • Wie findet man das passende Pflegeheim?
  • Wie gestaltet sich das Leben im Heim?
 

Pflegekosten

Die Kosten für eine Pflege werden nach Pflegestufen festgelegt. Diese drei Stufen gibt es:

Pflegestufe 1 (Erheblich Pflegebedürftige)
Personen, die bei der Grundpflege mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen (wenigstens zwei pflegerische Verrichtungen aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) und zusätzlich mehrfach pro Woche Hilfen bei der Hauswirtschaft benötigen, werden in die Pflegestufe I eingeordnet.

Zeitaufwand für den Hilfebedarf
Durchschnittlich mindestens 90 Minuten pro Tag, wobei der Aufwand für pflegerische Verrichtungen mehr als 45 Minuten betragen muss.

Pflegestufe 2 (Schwer-Pflegebedürftige)
Personen, die bei der Grundpflege mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach pro Woche Hilfe bei der Hauswirtschaft benötigen, werden in die Pflegestufe II eingeordnet.

Zeitaufwand für den Hilfebedarf
Durchschnittlich mindestens 3 Stunden pro Tag, wobei der Aufwand für pflegerische Verrichtungen mit 2 Stunden pro Tag eindeutig überwiegen muss.

Pflegestufe 3 (Schwerst-Pflegebedürftige)
Personen, die bei der Grundpflege rund um die Uhr, auch nachts der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach pro Woche Hilfe bei der Hauswirtschaft benötigen, werden in die Pflegestufe III eingeordnet.

Zeitaufwand für den Hilfebedarf
Durchschnittlich mindestens 5 Stunden pro Tag, wobei der Aufwand für pflegerische Verrichtungen mit 4 Stunden pro Tag eindeutig überwiegen muss.
 

Zuschuss – wer bezahlt was?

Zugegeben – es ist gar noch so einfach, sich mit allen Richtlinien zurechtzufinden. Deshalb beraten wir Sie gern bei der Beantragung von Zuschüssen und anderen Vergünstigungen oder helfen beim Ausfüllen der Formulare.

Damit können Sie rechnen
Ihre Pflegekasse bezahlt pauschal zu den Heimkosten der stationären Pflege folgende Zuschüsse (Stand 2010):

Pflegestufe l: 1023,00 €
Pflegestufe II: 1279,00 €
Pflegestufe lll: 1510,00 €


Beispiel 1: Sie haben eine Pflegestufe für stationäre Pflege
Bei Beihilfeberechtigten gilt der halbe Satz, die andere Hälfte zahlt die Beihilfestelle. Ihre Pflegekasse bezahlt bei stationärer Kurzzeitpflege für maximal 28 Tage die Kosten für die Pflege bis zu 1510,00 €.

Auch das Land Niedersachsen übemimmt teilweise den lnvestitionskostensatz. Sie selbst tragen dann privat den Satz für Unterkunft und Verpflegung in Höhe von täglich 16,87 € und evtl. nicht gedeckte Teile des Pflege- und Investitionskostensatzes.

Beispiel 2: Sie haben eine ambulante Pflegestufe
Wenn die Kosten der stationären Pflege durch die Zuschüsse der Pflegekasse und das Heimwohngeld privat nicht gedeckt werden können, können Sie beim Sozialamt des jeweiligen Landkreises Heimkostenhilfe beantragen.

Beispiel 3: Eingeschränkte Vermögensverhältnisse
Das eigene Vermögen ist bis auf ca. 2000,00 € verbraucht und Kindern und deren Ehegatten kann nicht zugemutet werden, die fehlenden Kosten zu übernehmen, (diese müssen über ihre Einkommensverhältnisse entsprechende Angaben machen).

Weitere Vergünstigungen können Sie bei folgenden Stellen beantragen:
  • bei der Krankenkasse: Befreiung von Zuzahlungen (Voraussetzung: Zumutbarkeitsgrenze ist erreicht)

  • bei der Gemeinde: Befreiung von den Rundfunkgebühren (Voraussetzung: Wohnen im Heim beim Versorgungsamt der Schwerbehindertenausweis z.B. für Vergünstigungen bei Verkehrsunternehmen, bei der Bemessung des Wohngelds, bei Steuerfreibeträgen (Voraussetzung: ärztliche Bestätigung der Behinderung)

  • bei der Samtgemeinde: (Rathaus, Wohngeldstelle) Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz (Voraussetzung: Empfänger von Heimkostenhilfe)

Formulare dazu erhalten Sie auch im Seniorenheim Korte - fragen Sie uns!
 
 
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